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Anleitungen, Tipps und Best Practices zur Verwaltung von Teamabwesenheiten und Integrationen.
Urlaub in der Kündigungsfrist: Muss ich ihn nehmen oder wird er ausgezahlt?
Resturlaub in der Kündigungsfrist wird grundsätzlich genommen und nur ausgezahlt, wenn er bis zum Ende nicht mehr gewährt werden kann (§ 7 Abs. 4 BUrlG). Der Arbeitgeber legt die Tage fest, und eine Freistellung zählt nur als Urlaub, wenn er das unwiderruflich und erkennbar erklärt.
Pflegefreistellung Österreich: eine Woche bezahlt, zweite Woche für Kinder unter 12 (§ 16 UrlG)
In Österreich gibt es nach § 16 UrlG Pflegefreistellung bis zu einer Wochenarbeitszeit pro Arbeitsjahr bei voller Bezahlung, für Kinder unter 12 eine zweite Woche. Danach darf für die Pflege des Kindes Urlaub ohne Vereinbarung angetreten werden.
Mutterschutz und Urlaub: Verfällt Urlaub während des Mutterschutzes? (§ 24 MuSchG)
Urlaub verfällt im Mutterschutz nicht: Nach § 24 MuSchG zählen Beschäftigungsverbote als Beschäftigungszeit, der Urlaub darf nicht gekürzt werden, und Resturlaub kann nach dem Mutterschutz im laufenden oder nächsten Urlaubsjahr genommen werden.
Urlaubsanspruch beim Jobwechsel: Doppelurlaub vermeiden mit der Urlaubsbescheinigung (§ 6 BUrlG)
Beim Jobwechsel im selben Kalenderjahr wird Urlaub, den der alte Arbeitgeber schon gewährt oder ausbezahlt hat, beim neuen angerechnet (§ 6 BUrlG). Der alte Arbeitgeber muss dafür eine Urlaubsbescheinigung ausstellen; ob Teil- oder Vollurlaub zusteht, hängt von der Jahreshälfte ab (§ 5 BUrlG).
Urlaubsantrag schreiben: Muster, Fristen und was rein muss
Einen Urlaubsantrag dürfen Sie formlos stellen – mündlich, per E-Mail oder schriftlich; das Bundesurlaubsgesetz kennt weder Form noch Frist. Fristen und Formulare kommen aus Arbeitsvertrag oder Betriebsvereinbarung. Mit drei Mustern zum Kopieren.
Halber Urlaubstag: Gibt es einen Anspruch auf halbe Urlaubstage?
Einen gesetzlichen Anspruch auf halbe Urlaubstage gibt es nicht: Nach § 7 Abs. 2 BUrlG wird Urlaub in ganzen Tagen gewährt. Halbe Tage gehen nur bei rechnerischen Bruchteilen oder wenn Vertrag bzw. Tarifvertrag sie für den Mehrurlaub erlauben.
Überstunden abbauen: Freizeitausgleich oder Auszahlung – was gilt?
Einen gesetzlichen Anspruch auf Auszahlung von Überstunden gibt es nicht: Ob Freizeitausgleich oder Geld, regeln Vertrag, Tarif oder Betriebsvereinbarung. Fehlt eine Regelung, sind angeordnete oder geduldete Überstunden nach § 612 BGB meist zu vergüten, die Beweislast liegt aber beim Arbeitnehmer.
Zusatzurlaub bei Schwerbehinderung: 5 Tage mehr Urlaub nach § 208 SGB IX
Schwerbehinderte mit GdB ab 50 bekommen nach § 208 SGB IX eine Arbeitswoche Zusatzurlaub, bei der Fünftagewoche 5 Tage. Gleichgestellte haben keinen Anspruch; bei unterjähriger Feststellung gibt es ein Zwölftel pro vollem Monat.
Kinderkrankentage 2026: Wie viele Tage gibt es und wer zahlt? (§ 45 SGB V)
2026 gibt es 15 Kinderkrankentage pro Kind und Elternteil, 30 für Alleinerziehende (höchstens 35 bzw. 70 Tage). Zuerst zahlt der Arbeitgeber nach § 616 BGB, sonst die Krankenkasse Kinderkrankengeld von in der Regel 90 % des Nettoentgelts.
Pflegezeit und Familienpflegezeit: Anspruch, Fristen, Kündigungsschutz und 10 Tage Pflegeunterstützungsgeld
Pflegende Beschäftigte haben Anspruch auf bis zu 10 Arbeitstage kurzzeitige Arbeitsverhinderung mit Pflegeunterstützungsgeld, bis zu 6 Monate Pflegezeit (ab 16 Beschäftigten) und bis zu 24 Monate Familienpflegezeit in Teilzeit (ab 26 Beschäftigten) – mit Kündigungsschutz und zinslosem Darlehen.
Mutterschaftsurlaub und Vaterschaftsurlaub Schweiz: Dauer, 80 % Entschädigung und Fristen (EO)
Mütter in der Schweiz haben Anspruch auf 14 Wochen (98 Tage) Mutterschaftsurlaub mit 80 % des Einkommens, höchstens 220 Franken pro Tag. Väter bzw. die Ehefrau der Mutter erhalten 2 Wochen Urlaub, zu beziehen innert 6 Monaten nach der Geburt.
Unbezahlter Urlaub: Anspruch, Antrag und Folgen für Kranken- und Rentenversicherung
Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf unbezahlten Urlaub gibt es nicht – er beruht auf einer Vereinbarung, Ausnahmen sind Pflegezeit und Elternzeit. In der Sozialversicherung gilt die Beschäftigung höchstens einen Monat als fortbestehend (§ 7 Abs. 3 SGB IV); danach müssen Sie sich selbst krankenversichern.
Elternzeit und Urlaub: Darf der Arbeitgeber den Urlaub kürzen? (§ 17 BEEG)
Ja: Nach § 17 BEEG darf der Arbeitgeber den Jahresurlaub für jeden vollen Kalendermonat Elternzeit um ein Zwölftel kürzen, wenn er das erklärt, aber nicht bei Teilzeit beim selben Arbeitgeber. Resturlaub verfällt nicht und wird nach der Elternzeit gewährt oder bei Ende ausgezahlt.
Urlaubsgeld: Gibt es einen Anspruch? Höhe, Steuer und der Unterschied zum Urlaubsentgelt
Einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld gibt es nicht; er entsteht nur aus Tarifvertrag, Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung, betrieblicher Übung oder Gleichbehandlung. Das Urlaubsentgelt nach § 11 BUrlG, also Ihr Lohn im Urlaub, steht Ihnen dagegen immer zu.
Zählen Feiertage als Urlaubstage? Feiertag im Urlaub, anderes Bundesland, Heiligabend und Silvester
Gesetzliche Feiertage zählen nicht als Urlaubstage (§ 3 Abs. 2 BUrlG), maßgeblich ist das Feiertagsrecht am Arbeitsort. Heiligabend und Silvester sind keine gesetzlichen Feiertage; halbe Tage gibt es nur nach Vertrag oder Tarif.
Urlaubsplanung im Team: Urlaubsliste fair organisieren (mit Vorlage für Regeln)
Faire Urlaubsplanung im Team heißt: eine feste Frist für Urlaubswünsche, eine Urlaubsliste für alle sichtbar und vorab festgelegte Kriterien für Überschneidungen. Nach § 7 BUrlG zählen dabei die Wünsche der Beschäftigten, begrenzt durch dringende betriebliche Belange und vorrangige Wünsche anderer aus sozialen Gesichtspunkten.
Urlaubsanspruch in Österreich: 5 oder 6 Wochen nach dem Urlaubsgesetz
In Österreich haben Arbeitnehmer nach dem Urlaubsgesetz 5 Wochen Urlaub pro Arbeitsjahr (30 Werktage bzw. 25 Arbeitstage), nach 25 Dienstjahren 6 Wochen. Vordienstzeiten, Schule und Studium werden bis zu 12 Jahre angerechnet; Urlaub verjährt zwei Jahre nach Ende des Urlaubsjahres.
Urlaubsanspruch im Minijob: Wie viele Urlaubstage stehen mir zu?
Minijobber haben denselben gesetzlichen Urlaubsanspruch wie alle Arbeitnehmer: Arbeitstage pro Woche × 24 : 6, also zum Beispiel 8 Urlaubstage bei 2 Arbeitstagen pro Woche. Für jeden Urlaubstag zahlt der Arbeitgeber den Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen weiter.
Ferienanspruch Schweiz: Wie viele Ferientage stehen mir zu? (Art. 329a OR, 2026)
In der Schweiz haben Arbeitnehmende mindestens 4 Wochen Ferien pro Jahr, bis zum vollendeten 20. Altersjahr 5 Wochen (Art. 329a OR). Bei einer 5-Tage-Woche sind das 20 bzw. 25 Tage – plus die Regeln zu Kürzung, Teilzeit, Stundenlohn (8,33 %) und Auszahlung.
Bildungsurlaub 2026: Anspruch nach Bundesland – Tage, Fristen und Voraussetzungen
Bildungsurlaub gibt es 2026 in 14 Bundesländern: meist 5 bezahlte Tage pro Jahr oder 10 Tage in zwei Jahren, beantragt 4 bis 9 Wochen vor Kursbeginn. Bayern und Sachsen haben 2026 kein Gesetz; Sachsen führt 2027 drei Tage pro Jahr ein.